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Für nachhaltige Kulturförderung

Update: Wir haben den Brief heute, nach einer Woche und mit 1747 Unterschriften, dem Grossen Gemeinderat abgegeben. Ein Vorstoss zur Thematik wird folgen. Es gilt als allererstes zu verhindern, dass Projekte abgesagt werden müssen, Kulturschaffende ökonomisch schlechter gestellt werden oder unter einer verschlechterten Planbarkeit leiden.  Meldet Euch unterjerome.peter@sp-zug.chfalls: 
  • Ihr Euch gemeinsam für die Kultur in Zug engagieren wollt 
  • Wir hören sollen, dass jemand bereits von Kürzungen betroffen ist 
Wir haben die Unterschriftenliste heute, am 24. Dezember 2025, abgeschickt, aber lassen allen Solidarisierungsbereiten die Möglichkeit offen, sich weiterhin einzutragen.  Wir danken allen Unterzeichnenden und allen, die diesen Aufruf weitergeteilt haben. Ohne Euch hätte es dieses rasche und kräftige Zeichen für eine nachhaltige Kulturförderung nie gegeben.  

Mit deiner Unterschrift wird dein Vor- und Nachname unten aufgelistet und beim versenden des Briefes aufgeführt. 

Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderätinnen und Gemeinderäte

Die Stadt Zug beruft sich gerne auf ihr Kulturangebot und die Menschen, die dieses stemmen – nicht selten ehrenamtlich. Deshalb enttäuscht es uns, dass der Grosse Gemeinderat anlässlich seiner Sitzung vom 9. Dezember 2025 die vom Stadtrat beantragten Mittel für die Kulturförderung um 100’000 Franken gekürzt hat. Vergeblich wurde in der Debatte vor den Folgen gewarnt. Selbst das Auflisten vieler Musik- und Gesangsvereine, die eine vielfältige und lebenswerte Stadt mitprägen, brachte nichts. Mehr noch: Aus dem stadträtlichen Budgetantrag wurden weitere Mittel gekürzt, die das Vereinswesen insgesamt betreffen. All das erfolgte ohne vertiefte Debatte. Stattdessen wurde inmitten der wachsenden Stadt Zug vor einem wachsenden Kulturbudget gemahnt. Es wurden die wiederkehrenden Beiträge kritisiert, obwohl diese laut geltende Kulturstrategie das ständige kulturelle Schaffen sichern sollen. Diesem wurde wenig Wertschätzung entgegenbracht, Zitat: «Kulturförderung darf nicht zu einer Selbstverständlichkeit werden, bei der man die Hand aufhält und automatisch jedes Jahr mehr erhält.» 

Kulturförderung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern der demokratisch beschlossene Auftrag dieses Gemeinwesens. Kulturvereine erhalten nicht automatisch Mittel. Stattdessen entspricht die Stadt begründeten Fördergesuchen im Rahmen der geltenden Kulturstrategie. Kulturschaffende halten nicht die Hand auf. Mit ihrer Arbeit – oft unter prekären Bedingungen – tragen sie zum Nachdenken der Gesellschaft über sich selbst bei, schaffen Raum für die kulturelle Selbstverwirklichung von Dritten und bringen ein ansprechendes Angebot für ein breites Publikum hervor. 

Vereinsarbeit ist keine Selbstverständlichkeit. Vereine müssen mit Mitgliederrückgang und den schwierigen Rahmenbedigungen für ehrenamtliches Engagement zurechtkommen und dabei immer fachkundigere Arbeit erbringen. Viele stehen unter professioneller Leitung, um ein hohes Niveau zu gewährleisten. Ohne die nachhaltige Förderung durch die öffentliche Hand ist dies heutzutage nicht zu stemmen. 

Kulturelles Schaffen in der Stadt Zug ist keine Selbstverständlichkeit: Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum betrifft gerade junge Kunstschaffende. Das nachlassende Interesse am Vereinswesen schwächt tragende ehrenamtliche Strukturen. Nicht zuletzt stellt das Kulturangebot im Umland nicht nur Bereicherung, sondern auch Konkurrenz dar. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kulturförderung des Bundes unter Druck steht. 

Umso mehr verdient das lokale Kulturschaffen die nachhaltige Unterstützung durch die Stadt Zug und keine Budgetpolitik mit dem Rasenmäher. Wir, die Unterzeichnenden, rufen Sie daher auf, die Kürzung möglichst rasch auszugleichen. Wenn die Rechnung 2025 vorgestellt wird, dürfte vermutlich ein Überschuss festgestellt werden. Eine gute Gelegenheit, zur nachhaltigen Unterstützung der Kulturvereine beizutragen. 

Freundliche Grüsse
Die Erstunterzeichnenden

Jérôme Peter, Gemeinderat Stadt Zug SP-Fraktion
Andrej Markovic, Vorstand SP Stadt Zug
Noemi Sablonier, Co-Präsidentin laut&luise
Jonas Inglin, Freischaffender Musiker
Sara Liz Marty, Textildesignerin, Künstlerin und Nachhaltigkeitsmanagerin

Unterschriften

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