Votum SP-Fraktion
Esther Ambühl Tarnowski
Geschäft 6.2 – 2975 SR Hochbau: Neubau Hallenbad und Sportanlagen; Wettbewerbskredit
Sehr geehrter Herr Präsident
Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte
Geschätzte Anwesende
Im Namen der SP-Fraktion danken wir dem Stadtrat für den Antrag zum Wettbewerbskredit. Es geht vorwärts – das freut uns! Es freut uns auch, dass unsere Idee, das Hallenbad zusammen mit dem Fussballstadion zu planen, weiterentwickelt wurde. Dass diese Möglichkeit vom Stadtrat zuvor nicht erkannt wurde und er ganz klar den Standort ‘Steinhausen’ favorisierte, hat der Stadtrat hier nicht mehr speziell erwähnt. Entscheidend ist: Jetzt sind wir auf dem richtigen Weg.
Aber nun zum Inhalt der Vorlage:
Uns gefällt sie sehr gut. Die Synergien zwischen Hallenbad, Fussballstadion und Leichtathletik werden erkannt und ernst genommen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diese drei Anlagen losgelöst von bestehenden Zwängen neu zu denken:
– aus Sicht des Sports
– aus Sicht der Naherholung
– aus Sicht der Erschliessung
– und ganz zentral: aus Sicht des Quartiers
Für uns – und ganz sicher auch für das Quartier – ist entscheidend, dass der Verkehr von Anfang an mitgedacht wird. Ziel muss klar sein: Anreise primär zu Fuss, mit dem Velo oder dem ÖV – unabhängig davon, welche Sportanlage besucht wird. Die grösste verkehrslenkende Wirkung hat hier die grundsätzliche Planung: kein grosses Spassbad, also kein «Ägeribad 2.0». Fragen wie Wegführung, Zugänge und Verknüpfung der Verkehrsmittel sind weitere Lenkungsmöglichkeiten und müssen integraler Bestandteil der Planung sein. Die Parkierung zusammen mit den Vorgaben im Bebauungsplan Herti zu denken, begrüssen wir ausdrücklich. Wir ermuntern den Stadtrat, hier mit der Korporation dran zu bleiben.
Die möglichen Synergien müssen konsequent weitergedacht werden. Ein für die Bevölkerung zugänglicher Restaurationsbetrieb über diese drei Anlagen hinweg ist aus unserer Sicht wichtig – ein echter Treffpunkt fürs Quartier, Sportler:innen und Erholungssuchende. Die Idee einer Kombination mit einem Bibliotheksatelliten finden wir spannend. In Ergänzung dazu sollen die Vereine die Möglichkeit haben punktuell bei ihren Anlässen das Angebot zu ergänzen. So haben wir einen Treffpunkt fürs Quartier, für die Sportlerinnen und Sportler und für die Naherholungsuchenden.
Mit der Gesamtplanung von Leichtathletik, Fussballstadion und Hallenbad schaffen wird die Voraussetzung, dass diese grossen Sportanlagen langfristig wieder einem guten und zeitgemässen Standard entsprechen.
Die Ausrichtung der Hallenbadplanung überzeugt uns: Wettkampftauglich nach schweizerischen Bedürfnissen – ja. Internationale Grossanlässe – nein. Das wäre unverhältnismässig und überdimensioniert. Auch das Angebot für Freizeitnutzende stimmt: Spiel, Spass und Bewegung stehen im Vordergrund und wecken Freude an Bewegung – eine zentrale Voraussetzung auch für zukünftige Spitzensportler:innen. Allfällige vorige Anfangskapazitäten sollen anderen Gemeinden für die Schulnutzung zur Verfügung stehen, bis die Stadt diese mit dem Bevölkerungswachstum selbst benötigt.
Für uns ist nachvollziehbar, dass der Umgang mit den bestehenden Kleinhallenbäder Herti und Loreto noch offen ist. Sie sollen vorderhand noch weiterbetrieben werden. Ihr Zustand erlaubt das und so bleibt der richtige Entscheid für die Zukunft offen.
Zusammenfassend:
Die Planung der grossen Sportanlagen ist am richtigen Ort und ermöglicht echte Synergien. Das Hallenbad ist richtig dimensioniert: ein attraktives Bad mit lokalem Einzugsgebiet, das Bewegung fördert und Begegnung ermöglicht.
Die SP-Fraktion wird dem Wettbewerbskredit zustimmen.
Vielen Dank.
