Öffentlicher Eislauf ist kein Nice-to-have sondern ein Must

Leserinnenbrief zum Ausseneisfeld bei der Bossard Arena Zug

Heute kann im Winter jedes Kind in Zug schlittschuhlaufen gehen. Für wenig Geld, bei jedem Wetter, schon sehr früh ohne erwachsene Begleitperson. Auch die Schulklassen gehen regelmässig aufs Eisfeld auf dem Arenaplatz. Mit dem Ja des GGR zum Ausbau der Bossard-Arena wird das gedeckte Ausseneisfeld verschwinden. Als Ersatz wird eine Winterlandschaft angepriesen, von der man nicht weiss, wie sie zeitlich, preislich und witterungsmässig nutzbar sein wird. Die (kommerzielle) Winterlandschaft ist etwas Neues, sicher attraktives, aber kein gleichwertiger Ersatz für den öffentlichen und schulischen Eislauf. Deshalb haben alle Parteien im GGR dem Stadtrat in erster Lesung das Versprechen abgerungen, vertraglich sicherzustellen, dass der Bevölkerung und den Schulen weiterhin ein valables Angebot zur Verfügung steht. Zum Beispiel in der Trainingshalle. Diesem Versprechen ist er nicht nachgekommen. Im Gegenteil. Die Rhetorik des zuständigen Stadtrats, der GGR möge den Puck flach halten, wirkt nicht gerade vertrauensbildend. Der Stadtrat hat gegenüber dem EVZ und der Kunsteisbahn AG die Interessen der Bevölkerung zu vertreten und nicht umgekehrt.
Schlittschuhlaufen soll in Zug Breitensport und für die Kinder im Herti und der ganzen Stadt eine niederschwellige, sinnvolle und gesunde Freizeitbeschäftigung bleiben. Und nicht ein Privileg für Wenige werden. Nur so ist dem EVZ nicht nur Nachwuchs, sondern auch eine grosse Fangemeinde sicher.

Marilena Amato Mengis, Hockeyfan und GGR-Mitglied, SP Stadt Zug

Marilena  Amato Mengis

Marilena Amato Mengis

Grosser Gemeinderat der Stadt Zug GGR

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