Interpellation betreffend strategische Reserve Öffentliche Zone OeIB im Gebiet Lüssi Göbli

Votum der Interpellant:innen und der SP-Fraktion von Esther Ambühl Tarnowski zur Interpellation E. Ambühl Tarnowski, SP, und Mitunterzeichnende vom 23. Juni 2025 betreffend strategische Reserve Öffentliche Zone OeIB im Gebiet Lüssi Göbli

Sehr geehrter Herr Präsident
Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte
Geschätzte Anwesende

Ich spreche im Namen der Interpellant:innen und der SP-Fraktion. 
Zunächst danken wir dem Stadtrat für den ausführlichen Bericht. Er zeigt: Die Fragen wurden vertieft geprüft und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Interpellation notwendig war – sie hat entscheidende Abklärungen angestossen und zur Klärung offener Punkte beigetragen.

Klarheit bei den Planungsvorgaben
So ist beispielsweise das ISOS plötzlich ein zentrales Thema. Bei früheren Planungs- und Bauvorhaben in diesem Raum spielte es keine Rolle – was erstaunt, wenn man bedenkt, dass es vor gut 25 Jahren festgesetzt wurde und der Fall Rüti ebenfalls schon länger zurückliegt.
Ob die Direktanwendung tatsächlich zum entscheidenden Hindernis wird, erscheint zumindest fraglich – gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Diskussionen in Bern. Klar ist aber: Wir bewegen uns hier in einem komplexen planungsrechtlichen Spannungsfeld.

(Mehr) Klarheit beim Schulraum
Auch in die Schulraumplanung kommt Bewegung. Der Ahornpark soll neu als zusätzlicher Standort im Bebauungsplan gesichert werden. Das ist ein wichtiger Schritt – wenn auch noch mit einigen offenen Fragen, die uns voraussichtlich ab Herbst 2026 beschäftigen werden.
Und wenn wir schon bei Prognosen sind: Der Sommer steht vor der Tür. Wir erwarten daher zeitnah die aktualisierten Schulprognosen. Gerade in diesem Quartier ist ein enges Monitoring entscheidend.

Klarheit in der Zusammenarbeit mit Baar
Die Antwort zeigt auch: Baar sieht derzeit keinen Bedarf für zusätzliche Flächen für öffentliche Nutzungen – weder für Schulen noch für Sport. Offenbar hat sich diese Einschätzung seit den letzten Gesprächen geändert, sonst wäre dies nicht mehr in die Unterlagen zur Ortsplanungsrevision eingang gefunden. 
Das gilt insbesondere für die Schulraumplanung: Auch hier ist es sinnvoll, weiterhin gemeindeübergreifend zu denken und planen. So gibt es vielleicht für das Quartier Guthirt doch noch eine befriedigende Lösung in der Frage der Schulraumerweiterung.

Fazit
Eine Einzonung steht derzeit nicht zur Diskussion. Die Ausgangslage ist komplex, und ein gemeinsamer Handlungsbedarf mit Baar ist aktuell nicht ausgewiesen.

Dennoch ist für uns zentral: Dieses Areal darf nicht aus dem Blick geraten. Es sollte bei künftigem Bedarf grundsätzlich als strategische Reserve in Betracht gezogen werden.
Dafür braucht es frühzeitige Gespräche mit den Grundeigentümerschaften.  Entscheidend ist auch, dass die planerischen Grundlagen frühzeitig geklärt sind. Nur so kann eine Interessenabwägung vorgenommen werden.

In diesem Sinne nehmen wir den Bericht vom Stadtrat zur Kenntnis

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