Zuger:innen sollen endlich etwas von den Millionenüberschüssen haben

überschuss für bevölkerung

https://ratsinfo.stadtzug.ch/gremium/1/geschaefte/1260

Motion der SP-Fraktion «Zuger Stadtidee» – 1 % des Rechnungsüberschusses für partizipative Stadtprojekte der Bevölkerung zurückgeben: https://ratsinfo.stadtzug.ch/gremium/1/geschaefte/1260

FDP, GLP und SVP beantragten Nicht-Überweisung!
Replik von Marilena Amato Mengis an der GGR Sitzung vom 18. August 2026
Spoiler: Dank Stimmen der SP und aus ALG/CSP und Mitte wurde die Motion überwiesen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Leider überrascht es mich nicht, dass ihr zum dritten Mal gegen unseren Antrag stimmt. Erst hiess es: Bringt ihn in die GPK ein. Dann: Bringt ihn als Vorstoss ein. Immer mit dem Eindruck, dass es eigentlich keine überzeugenden Argumente dagegen gibt. Und jetzt wieder: Nein.

Ich fasse deshalb kurz zusammen:

Wir wollen 1 Prozent des ausserordentlichen Überschusses von 98,3 Millionen Franken für die Bevölkerung einsetzen. Nicht einfach Geld verteilen, sondern den Zugerinnen und Zugern die Möglichkeit zur Mitsprache geben. Es sollen Projekte entstehen, die unseren Quartieren und dem Zusammenleben einen konkreten Mehrwert bringen.

Das schafft einerseits konkrete Verbesserungen und stärkt gleichzeitig das Miteinander und die Identifikation mit unserer Stadt. Und es passt wunderbar zu den Zielen der Soziokulturstrategie, die ja von der FDP angestossen wurde: Rahmenbedingungen schaffen, damit die Menschen in den Quartieren aktiv werden können.

Auch die SVP hat in einem Vorstoss beispielsweise Quartierfeste anstelle eines grossen Stadtfests vorgeschlagen. Genau solche Ideen kann unsere Motion ermöglichen – aber nur, wenn sie tatsächlich einem Anliegen der Bevölkerung entsprechen.

Dass das keine SP- und schon gar nicht meine persönliche Erfindung ist, zeigen all die Beispiele, die in der Motion aufgegührt sind. Und siehe da – auch die Mitte Meggen, sieht aktuell in ihrem  10-Punkte-Programm zur Verwendung ihres Überschusses vor, einen Fördertopf von 100’000 Franken für Vereine und Projekte zugunsten der Dorfgemeinschaft zu äufnen. Die Ideen sollen direkt aus der Bevölkerung und den Vereinen kommen. Mit genau den gleichen Argumenten wie unseren.

In der Überzeugung, dass Überschüsse der Allgemeinheit gehören und in dieser Form ein Teil davon direkt der Bevölkerung zugutekommen – indem sie selbst mitgestalten kann.

Wenn es Fragen zur Ausgestaltung gibt, ist das kein Grund, die Motion nicht zu überweisen, im Gegenteil: Wir geben dem Stadtrat den Auftrag, die Idee zu prüfen und einen konkreten Vorschlag auszuarbeiten. Und dies entspricht – ich wiederhole es – im Kern genau dem, was sich der Stadtrat und wir mit der Soziokulturstrategie vorgenommen haben.

Deshalb bitte ich euch: lehnt den Antrag auf Nichtüberweisung ab und traut den Zugerinnen und Zugern zu, dass auch sie und nicht nur wir 40 hier drin Ideen haben, wie wir diese Stadt ein bisschen besser machen können.

Beitrag teilen:

Facebook
Email
WhatsApp
LinkedIn
Animation laden...Animation laden...Animation laden...

Newsfeed