Votum Marilena Amato Mengis für die SP Fraktion, GGR Sitzung vom 15. September 2026
Votum SP Marilena Amato Mengis, Unterer Frauenstein, 15.9.2026
Sehr geehrte…
Ich bin Mitglied im Initiativkomitee, spreche hier jedoch im Namen der ganzen Fraktion. Wir bedanken uns bei alt Gemeinderätin Monika Mathers und dem Initiativkomitte, dass ihr ermöglicht habt, dass die Bevölkerung selbst bestimmen kann, ob sie dieses Grundstück will oder nicht. Denn das war im Februar das Hauptanliegen unserer Fraktion. Gleichzeitig sei betont: Wir haben uns schon damals – trotz ein paar kritischer Gedanken zum Preis und zur Nutzung – geschlossen für den Kauf ausgesprochen.
Heute sind wir überzeugter denn je, dass das Grundstück der Öffentlichkeit gehören soll. Wir werden deshalb beantragen, die Initiative zur Annahme zu empfehlen.
Denn inzwischen ist etwas sehr deutlich geworden: Ein sehr grosser Teil der Zuger:Innen will diesen Ort. Die Initiative ist innerhalb von gerade einmal einem Monat mit der doppelten Anzahl Unterschriften zustande gekommen. Das ist ein starkes Zeichen und alles andere als üblich.
Ein weiterer Punkt: Angesichts des vergangenen Hitzesommers wurde uns allen nochmals klar vor Augen geführt, dass Bäume die effizientesten Schattenspender sind und Grünanlagen unglaublich wichtig. Während Einwohnerzahl und Hitzeperioden zunehmen, wäre es u.E. geradezu fahrlässig, über 5500 qm Grün und Schatten ein paar wenigen Menschen vorzuenthalten, wenn diese der ganzen Bevölkerung zur Verfügung stehen könnten.
Mit dem Kauf sichern wir zudem rund 70 Meter Seeufer langfristig für die Zugerinnen und Zuger. Ein weiteres Anliegen, das die SP schon lange verfolgt. Zusammen mit der Seeliken entsteht ein zusammenhängender öffentlicher Freiraum an einer der besten Lagen unserer Stadt. Das ist ein bleibender Wert. Denn Boden ist ein endliches Gut. Was heute teuer erscheint, wird morgen unerschwinglich. Immobilien/Boden ist wohl der sicherste Wert überhaupt. Geld auf der hohen Kante schafft für die Bevölkerung hingegen keinen Mehrwert. Strategisch gesicherter Boden schon. So viel zum verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern.
Auch die historische Villa ist ein Teil der Zuger Geschichte. Sie gehört zum kulturellen Erbe unserer Stadt und liegt im Perimeter der Museumslandschaft. Der Park kann rasch öffentlich zugänglich gemacht werden. Für die Villa können wir uns die notwendige Zeit nehmen und sorgfältig überlegen, welche Nutzung langfristig den grössten Mehrwert bringt. Last but not least sehen wir uns auch im letzten Punkt bestärkt: in der Zwischenzeit hat die Stadt wieder fast 100 Millionen Überschuss gemacht, der sich zu den 120 Millionen vom letzten Jahr gesellt und die Meldungen des Kantons prophezeien weiteren Geldregen.
Aus all diesen Gründen und insbesoderen angesichts des klaren Signals aus der Bevölkerung kommen wir heute zu einem noch eindeutigeren Schluss als im Februar und empfehlen die Initiative mit aller Überzeugung zur Annahme.
